»Die Wurzel der Freude ist Dankbarkeit. Es ist nicht Freude, die uns dankbar macht – es ist Dankbarkeit, die uns freudvoll macht.«

David Steindl-Rast

 

Meine innere Haltung dem Leben gegenüber ist geprägt von Dankbarkeit und Wertschätzung und Bruder David Steindl-Rast inspiriert mich sehr, mit der von ihm kultivierten „Dankbarkeit als spirituelle Praxis“.

Menschen auf ihrem Weg zu einem achtsamen Umgang mit ihrem Körper zu begleiten und ihnen den Zusammenhang von Gesundheit und ihrer täglichen Nahrung zu zeigen – das mache ich bereits seit 1993. Damals als staatlich geprüfte Diätassistentin, jetzt als Ayurveda-Köchin. 

Seit 2003 praktiziere ich regelmäßig Yoga und vertiefte die Praxis bis jetzt bei verschiedenen Yogalehrern. Meine Liebe zu den Wildkräutern bekam ich von meinem Opa mit und lernte viel durch Selbsterfahrung, außerdem besuchte ich Seminare in Wild- und Heilkräuterkunde bei Martina Glatt und Heide Fischer.

Nach Fortbildungen in Qi-Gong, mehreren MBSR-Kursen bei Maria Kluge und Wolfgang Loenicker-Schaffranka, sowie mehrtätigen Stilleseminaren bei Marcus Hillinger und Martina Glatt, werde ich 2021 meine Ausbildung zur MBSR-Lehrerin beim Europäischen Institut für Achtsamkeit in Freiburg abschließen.

Eine Begegnung mit dem Pionier der Achtsamkeitsforschung, Jon Kabat-Zinn, im Rahmen des Seminars „The way of awareness“, dass er zusammen mit seinem Sohn Will Kabat-Zinn unterrichtete, berührte mich tief und bestärkte meinen Wunsch die MBSR-Lehrerausbildung zu machen.

Der beste Ort, um Achtsamkeit zu üben, ist meine Familie. Sie fordert mich, im Moment zu sein und Vieles so anzunehmen, wie es gerade ist – ohne es verändern zu wollen. Im Alltag ist und bleibt dies immer wieder eine Herausforderung für die ich sehr dankbar bin.

Ein glücklicher Zufall führte mich 2009 – kurz nach der Vereinsgründung – nach Osterloh. Zum Einstieg machte ich einen MBSR- Wochenendkurs und lernte Maria beim gemeinsamen Kochen kennen. Sie hat mich die ganzen Jahre immer wieder geschubst und mir den Raum gegeben weiter zu wachsen. Ich übernahm die Leitung der Seminarküche und vertiefte von Anfang an die Praxis des achtsamen Kochens und Essens. Seit 2014 gehe ich im Rahmen von Achtsamkeitsprojekten mit unserem Buch „The Toolbox Is You“ an Schulen. Neben den Kochseminaren mit Kindern und Erwachsenen mache ich im Wechsel mit Maria und Corinna die Yoga-Kurse. 

Für die Begegnungen, Erfahrungen, Erfolge und Niederlagen bedanke ich mich von ganzem Herzen.

Das Bewusstsein für die einzelnen Lebensmittel bedeutet für mich auch einen liebevollen Umgang mit der Natur zu pflegen. Beim Wandern, Wildkräuter sammeln, Garteln, Imkern oder Berg gehen, tanke ich Kraft und nehme neue Impulse auf. 

 

Was bedeutet Achtsamkeit für dich heute?

  • mich immer wieder auf den Moment zu besinnen, wahr zu nehmen, was gerade ist, ohne es verändern zu wollen. 
  • liebevoll mit mir und meinen Mitmenschen umzugehen.
  • dankbar zu sein.
  • öfter mal innezuhalten, um aus den Reiz-Reaktions-Gewohnheiten auszusteigen. 
  • darauf zu vertrauen, dass alles schon da ist. In mir, in dir, in jedem von uns. Jeder ist genauso einzigartig wie ein Atemzug. 
  • sie zu leben. Jeden Tag aufs Neue. 

 

Was ist dir in deinen Kursen besonders wichtig?

Meine Haltung: Ich bin genauso Übende wie alle anderen. Ich lasse mich auf die Menschen im Kurs ein, nehme die aktuellen Impulse auf, unterrichte aus der Intuition heraus – ohne ein festes Konzept zu vermitteln.
 

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